Lernikon

Schriftlich rechnen lernen: addieren und subtrahieren

Wenn die Zahlen größer werden, reicht Kopfrechnen nicht mehr, und dein Kind lernt das schriftliche Rechnen. Stellen untereinander, der Übertrag, das eins gemerkt: Auf einmal gibt es ein festes Verfahren mit klaren Schritten. Das ist eine Erleichterung, kann aber am Anfang verwirren. Hier erklären wir den Ablauf so, dass du deinem Kind über die ersten Hürden helfen kannst.

Wann kommt das schriftliche Rechnen dran?

Die schriftliche Addition und Subtraktion werden in der Regel in der 3. Klasse eingeführt, zunächst mit dreistelligen Zahlen. In der 4. Klasse kommen größere, vierstellige Zahlen dazu. Voraussetzung ist, dass dein Kind das Stellenwertsystem verstanden hat, also weiß, was Einer, Zehner und Hunderter bedeuten. Wenn da noch Unsicherheit ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf den Stellenwert, bevor ihr das Verfahren übt.

Der wichtigste Grundsatz: Stellen sauber untereinander

Das ganze Verfahren steht und fällt mit einer Sache: Die Zahlen müssen stellengerecht untereinander stehen. Einer unter Einer, Zehner unter Zehner, Hunderter unter Hunderter. Wenn die Stellen verrutschen, wird das Ergebnis falsch, egal wie gut dein Kind rechnet. Kariertes Papier hilft enorm, weil jede Ziffer ein eigenes Kästchen bekommt. Das klingt banal, ist aber die häufigste Fehlerquelle überhaupt.

So funktioniert der Übertrag

Gerechnet wird immer von rechts nach links, also bei den Einern angefangen. Bei der Addition gilt: Wird eine Stelle größer als 9, schreibt dein Kind nur die Einerziffer hin und merkt sich den Zehner für die nächste Stelle. Beispiel: 7 plus 5 ist 12, also 2 hin, 1 gemerkt.

Für die schriftliche Subtraktion gibt es zwei Verfahren: das Abziehverfahren (mit Entbündeln) und das Ergänzungsverfahren. Der Bildungsplan schreibt keines davon vor, jede Schule entscheidet selbst. In der heutigen Grundschule wird aber meist das Abziehen mit Entbündeln unterrichtet, weil es sich gut mit Material zeigen lässt. Wichtig für dich: Frag dein Kind oder schau ins Heft, welches Verfahren in der Klasse benutzt wird, und übe genau dieses. Wenn du das Verfahren aus deiner eigenen Schulzeit zeigst (oft das Ergänzen), bringt das dein Kind leicht durcheinander.

Die häufigsten Fehler

Diese Stolpersteine tauchen immer wieder auf:

  • Den Übertrag vergessen oder an der falschen Stelle dazuzählen.
  • Stellen verrutschen, besonders wenn die Zahlen unterschiedlich lang sind.
  • Bei der Subtraktion durcheinanderkommen, von welcher Stelle man sich etwas leiht.

Gegen alle drei hilft dasselbe: ordentlich aufschreiben, langsam Stelle für Stelle vorgehen und am Ende eine Probe machen. Bei der Addition lässt sich das Ergebnis prüfen, indem man die Summanden tauscht und noch einmal rechnet.

Üben mit fertigem Spaltenlayout

Am meisten Sicherheit gibt Wiederholung mit sauber vorbereiteten Aufgaben. Bei Lernikon bekommst du Arbeitsblätter, bei denen die Aufgaben schon im richtigen Spaltenlayout mit Platz für den Übertrag stehen, sodass dein Kind sich aufs Rechnen konzentrieren kann statt aufs ordentliche Aufschreiben. Du wählst, ob nur addiert, nur subtrahiert oder gemischt wird, und ob dreistellig (Klasse 3) oder vierstellig (Klasse 4). Ein Lösungsblatt ist dabei, damit ihr direkt kontrollieren könnt.

Passende Arbeitsblätter

Drucke Aufgaben im fertigen Spaltenlayout mit Platz für den Übertrag und Lösungen zum Kontrollieren.

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