Einmaleins üben mit deinem Kind: der entspannte Weg
Das kleine Einmaleins ist eine der ersten großen Hürden in der Grundschule, und plötzlich sitzt ihr abends zusammen am Küchentisch. Keine Sorge: Mit ein bisschen Struktur und kurzen, regelmäßigen Einheiten wird das Üben für euch beide leichter. Hier zeigen wir dir, in welcher Reihenfolge ihr am besten vorgeht und welche Strategien Kindern wirklich helfen.
Wann lernt mein Kind das Einmaleins?
Das kleine Einmaleins (die Reihen 1 bis 10) gehört in den meisten Bundesländern in die 3. Klasse. Davor hat dein Kind in Klasse 1 und 2 schon das Addieren und Subtrahieren gefestigt, und genau darauf baut die Multiplikation auf. Wenn dein Kind sicher in Plus und Minus ist, hat es das beste Fundament fürs Einmaleins. Falls es da noch wackelt, lohnt es sich, kurz zurückzugehen, bevor ihr neu draufsattelt.
In welcher Reihenfolge übe ich die Reihen?
Nicht alle Reihen sind gleich schwer. Es hilft, mit den einfachen anzufangen und sich das Schwere aufzusparen:
- Zuerst die Anker-Reihen: die 1er, 2er, 5er und 10er. Sie folgen klaren Mustern (verdoppeln, in Fünfer-Schritten, eine Null anhängen) und geben deinem Kind schnelle Erfolgserlebnisse.
- Danach die 3er und 4er. Die 4er lassen sich gut als doppelt verdoppeln denken.
- Zum Schluss die kniffligen Reihen: 6er, 7er, 8er, 9er.
Es gibt für die 9er-Reihe einen netten Merktrick: Die Quersumme jeder 9er-Aufgabe ist immer 9, und der Zehner geht um eins hoch, der Einer um eins runter. Das ist ein schöner Zusatz, wenn dein Kind die 9er-Reihe schon verstanden hat. Als Lernweg ersetzt er aber nicht das Verstehen: Tragender ist, die 9er-Aufgabe aus der 10er-Reihe abzuleiten (9 mal 7 ist 10 mal 7 weniger 7). So begreift dein Kind, warum das Ergebnis stimmt, statt nur ein Muster abzurufen.
Strategien, die wirklich helfen
Einmaleins ist am Ende ein Mix aus Verstehen und Automatisieren. Beides gehört dazu:
- Tauschaufgaben nutzen: 7 mal 8 ist dasselbe wie 8 mal 7. Wer das versteht, muss nur die Hälfte aller Aufgaben wirklich lernen.
- Von bekannten Aufgaben ableiten: 6 mal 7 ist 5 mal 7 (das kann es schon) plus einmal 7.
- Kurz und oft statt lang und selten: Fünf bis zehn Minuten am Tag bringen mehr als eine zähe Stunde am Wochenende.
- Verschiedene Richtungen üben: nicht nur 3 mal 4, sondern auch die Umkehrung, etwa welche Zahl mal 4 die 12 ergibt. Das bereitet ganz nebenbei das Teilen vor.
Wann sitzt eine Reihe?
Eine Reihe sitzt, wenn dein Kind die Aufgaben auch durcheinander und ohne langes Nachdenken lösen kann, nicht nur, wenn es die Reihe der Reihe nach aufsagen kann. Das Aufsagen ist ein guter Anfang, aber im Alltag und in Textaufgaben kommen die Aufgaben eben nicht sortiert vor. Misch die Aufgaben deshalb bewusst, sobald das Aufsagen klappt. Wenn dein Kind eine Aufgabe noch nicht weiß, ist das kein Drama: kurz gemeinsam herleiten, weitermachen, beim nächsten Mal wieder mit reinnehmen.
Mit Arbeitsblättern festigen
Wenn dein Kind eine Reihe verstanden hat, geht es ums Automatisieren, und dafür sind gemischte Übungsblätter ideal. Bei Lernikon kannst du genau die Reihen auswählen, die gerade dran sind, und bekommst in 30 Sekunden ein sauberes Blatt mit Lösungen zum Selbstkontrollieren. Sobald die Multiplikation sitzt, ist das Teilen der natürliche nächste Schritt, weil es die Umkehrung ist.
Passende Arbeitsblätter
Wähl die Reihe aus, die gerade dran ist, und drucke in 30 Sekunden ein passendes Übungsblatt mit Lösungen.
Blatt der Woche
Hol dir kostenlos neue Übungsblätter, Themen und Tipps per E-Mail. Jederzeit abbestellbar, kein Spam.